Rucksack richtig packen: Schweres nah an den Rücken
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Ein gut gepackter Rucksack zieht nicht nach hinten und bleibt auch im steilen Gelände ruhig. Die Regel dahinter ist einfach: Schweres nah an den Rücken. Wie hoch es liegen sollte, hängt allerdings vom Gelände ab – auf dem Wanderweg anders als am Steig. Hier stehen die Hinweise von Deuter, ergänzt um Richtwerte vom Bergmagazin Bergwelten.
Wichtig vorab: Die Hinweise stammen von Deuter und Bergwelten, nicht aus eigenen Versuchen. Sie gelten für Rucksäcke mit Hüftgurt; bei kleinen Tagesrucksäcken ist vor allem die erste Regel wichtig.
Die Grundregel: nah am Körper, in Schulterhöhe
Deuter nennt die Gewichtsverteilung das A und O: Der Schwerpunkt des Rucksacks sollte dicht am Körper und möglichst in Schulterhöhe liegen. Dann liegt er über dem Körperschwerpunkt, und der Rucksack zieht beim Tragen nicht nach hinten.1
So packst du einen großen Rucksack
| Wohin | Was | laut Deuter |
|---|---|---|
| Bodenfach | Schlafsack, Daunenausrüstung, andere leichte Dinge | unten1 |
| oben außen | mittelschwere Sachen wie Kleidung | um das Schwere herum1 |
| oben in Schulterhöhe, nah am Rücken | schwere Ausrüstung: Zelt, Proviant, dicke Jacken | Schwerpunkt1 |
| Deckelfach | Kleinigkeiten, die schnell zur Hand sein sollen | oben1 |
| außen | so wenig wie möglich, kompakt befestigt | gegen Hängenbleiben, Wind und Nässe1 |
Seitentaschen gleichmäßig beladen. Nicht zu prall gefüllte Packsäcke schaffen Ordnung; wasserdichte Packsäcke sind laut Deuter eine sehr sichere Alternative zur Regenhülle.1
Leichtes oder schwieriges Gelände
- Wanderweg, flache Tour: Den Lastschwerpunkt höher packen.1
- Steig, Hochtour: Den Schwerpunkt etwas tiefer packen, näher am Körperschwerpunkt. Man geht dann etwas mehr nach vorn gebeugt, ist aber nicht so leicht aus dem Gleichgewicht zu bringen.1
- Nie zu tief: Liegt der Schwerpunkt weit unten, zieht der Rucksack stark nach hinten, die Schultergurte belasten die Schultern mehr, und in schwierigem Gelände kann das laut Deuter zum Sicherheitsrisiko werden.1
Wie schwer darf es werden?
Deuter nennt 20 bis 25 Prozent des Körpergewichts als das, was ein sportlicher Mensch über längere Zeit tragen kann.1 Bergwelten gibt für Trekkingtouren ein Gesamtgewicht von 12 bis 15 Kilogramm an und empfiehlt einen Hüftgurt ab etwa acht Kilogramm.2 Das Wichtigste beim Packen ist laut Deuter ohnehin, nichts mitzunehmen, was du nicht brauchst.1
Nach dem Packen: einstellen
Wer schwer packt, sollte unterwegs gelegentlich nachstellen: Lockern oder Straffen der Schultergurte und Lageverstellriemen verschiebt die Last zwischen Hüfte und Schultern.3 Die ganze Reihenfolge steht unter Rucksack richtig einstellen.
Wie viel Platz du brauchst, zeigt der Volumen-Finder. Rucksäcke mit Bodenfach, Deckel und verstellbarer Rückenlänge vergleicht Rucksäcke für Hütten- und Mehrtagestouren; für einen Tag reicht ein Wanderrucksack für Tagestouren.
Quellen
- Rucksack richtig packen – so geht’s | deuter — Deuter
- Rucksack: Wie groß sollte er zum Wandern sein? — Bergwelten
- Rucksack richtig einstellen | deuter — Deuter